Drei autonome musikalische Energien treten miteinander in Dia- und Trialoge. Aus den ihnen eigenen Klangsprachen entwickeln sie eine Musik. Die Musik entsteht im Augenblick des Spielens. Konsonanzen, Reibungen, unvermutete Wendungen, Stille und offene Klänge verbinden sich zu einem Musikereignis, welches sich so nicht wiederholen lässt. Jedes Konzert ist ein Unikat und mit jedem Ton gehen die Musiker zusammen mit ihrem Publikum ins Unbekannte.

Le Quan Ninh, Carl Ludwig Hübsch und Harald Kimmig sind renommierte Vertreter der Improvisierten Musik. Sie wurden bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Cecil Taylor, Steve Lacy, Peter Kowald, Lester Bowie und vielen anderen. Jeder der Musiker hat eine eigene Klangsprache entwickelt und hat dies auf verschiedenen CDs und Rundfunkmitschnitten dokumentiert.

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Mut zum spontanen Energiespiel

In Aufbruchstimmung verkündete Peter Brötzmann 1967: "Wir brauchen eine Musik, die von den Musikern Mut zum Engagement und Bereitschaft zum Risiko verlangt".Das gilt auch heute noch, denn es scheint einfacher,der herkömmlichen Machart von Musik zu folgen, als Töne als Experiment des Augenblicks zu kreieren. Genau dies tut das Trio Carl Ludwig Hübsch (Tuba), Le Quan Ninh (Perkussion) und Harald Kimmig (Violine). Im Loft entfaltete sich ihre eigene Art des spontanen Energiespiels. Doch unterliegen die Freiheit des Einzelnen, das Erzeugen von Geräuschen, Sound-Aktionen und Verfremdungen keinem wahllosen Fortschreiten. Sie sind eingebunden in eine Form kollektiver Gestaltungen. Und obwohl auch die sich gewöhnlicher Inszenierung entzieht, bleibt die Spannung durch einen permanent emotionalen Hochdruck präsent. Jedes Konzert von Hübsch/Le Quan Ninh/ Kimming ist ein Unikat, doch nicht gleich aus dem Gedächtnis verschwunden.
(Martin Woltersdorf, Kölner Stadtanzeiger Mai 2002)

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