C. Schulz & Hajsch

Vor etwa 10 Jahren, als noch keiner "Sound of Cologne" kennen konnte, standen Carsten Schulz (C-Schulz) und Hans-Jürgen Schunk (Hajsch) im Zentrum einer kleinen, zwar in Köln beheimateten, aber schon längst international operierenden Szene. Zusammen mit anderen Musikern, Künstlern und Produzenten entwarfen sie eine Musik, bei der es sich um mehr als nur ein Experiment handelte. Seit 1996 verstummten öffentliche Aktionen der beiden. Sie reduzierten ihre Aktivitäten auf das Produzieren von Musik - die Auseinandersetzung mit dem klanglichen Material. Drei Jahre arbeiteten Schulz und Hajsch an ihrem neuen, nun vorliegenden Werk.

Bei diesem Album ohne Titel wird die Vorstellung einer neuen komplexen Musik durch klar strukturierte Arrangements im Bereich der Mikrotonalität verwirklicht. Akustische Instrumente, wie Tuba, Harmonium, Gitarre und Klarinette werden verbunden mit Feldaufnahmen und konkreten Klängen. Ihr wichtigstes Instrument aber ist das Studio. So entwickelt diese behutsame und ruhige Musik auf überraschende Art und Weise eine Mehrdimensionalität, die vollkommen klischeefrei ist. Wer möchte, mag das Ambient nennen.

In der Abwendung von der hektischen Betriebsamkeit der Szene und in der musikalischen Reduktion auf wenige Parameter gelingt es C-Schulz & Hajsch, die Tradition der Kölner Klangforschung fortleben zu lassen und weiter zu vertiefen.


 

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